Leserbrief und Pressemeldungen zur Demonstration gegen die NPD in Netphen
Das Stadtoberhaupt Rüdiger Bartsch (CDU) nahm zur Überraschung der Organisatoren nicht an der Demonstration teil. Noch am Mittwoch in der abschließenden Vorbesprechung gingen alle Beteiligten davon aus, dass Bürgermeister Bartsch als einer der Hauptredner auftritt. Dass er zumindest für die Dauer seines ca. 20-Minuten Beitrages nicht teilnahm, löst allseits Befremden aus.
Anmerkung zur aktuellen Pressemeldung in
derwesten.de/Städte/Netphen:
"Die Entscheidung des Landrats ist richtig, nicht nur aus Gründen der Gefahrenabwehr. Jetzt kommt es entscheidend darauf an, dass die Demokraten zusammenstehen. Hoffentlich verschleißt sich das Aktionsbündnis nicht!
Eine Stadt, eine Region, die Zukunft gestalten möchte, die attraktiv für Touristen bleiben möchte, sollte ständig Flagge zeigen gegen den braunen Ungeist.
Zur "Vielfalt statt Einfalt"! sollte insbesondere der Bürgermeister tatsächliche Impulse geben: Mindestens ebenso wichtig wäre es gewesen, wenn CDU-Bürgermeister Bartsch aus seinem Verfügungsfonds etwas Geld für Bildungsreisen zur Verfügung stellen würde, vielleicht ein oder zweimal im Jahr Jugendliche mit dem Bus nach Buchenwald oder Auschwitz begleiten würde. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, weiß bereits der Volksmund zu berichten. Mit Bilder aus diesen Lagern potenzieren sich die Aussagekraft und die Wirkungen um ein Vielfaches - auch und gerade bei Jugendlichen, die auf der Suche sind! An diesen Orten könnten Jugendliche die NS-Rassenpolitik im wahrsten Sinne einer In-Augenschein-Nahme der jüngsten Geschichte unterziehen! Wenn die Stadt Netphen einen hauptamtlichen Jugendpfleger hätte, könnte dieser die Aktionen bündeln und koordinieren.
Genau an dieser Stelle verweigert sich der CDU-Bürgermeister: Soweit geht sein "Wir-wollen-den-braunen-Sumpf-nicht-mehr-Getue" dann doch nicht, dass er an Stelle der Rhetorik nachhaltige Jugendarbeit setzte! Genau das macht der mit seinen Sympathiewerten kokettierende CDU-Bürgermeister Bartsch nicht! Gemessen an seiner Politik der Unterlassungssünden in dieser Hinsicht klingt deshalb die Forderung nach einem NPD-Parteiverbot (so richtig es sein mag!) als bloße politische Rhetorik, ohne sachlichen Gehalt, ohne praktisch-politische Untersetzung. Allenfalls für Sonntagsreden als hohles Lippenbekenntnis tauglich! Das Gleiche gilt für die Forderung, "Wir wollen den brauenen Sumpf nicht mehr". Was tut der CDU-Bürgermeister denn, um seinem und der Bürger(-innen) "Willen" finanziellen Ausdruck und politische Nachhaltigkeit zu geben? Bei Lichte betrachtet: Nichts! Gerade von dem Bürgermeister wäre hier mehr Engegement im oben aufgezeigten Sinne angebracht, will er nicht seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzen.
Paul Wagener
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Pressebericht "Vielfalt statt Einfalt demonstriert"
Flyer"Vielfalt statt Einfalt"
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